Komplizierter gehts nicht

Ja, der Bericht eines Zollbeamten war in einem derart komplizierten Deutsch abgefasst, dass sich im September 2010 unser Alt-Bundesrat Rudolf Merz nicht mehr halten konnte vor Lachen. Sein Lachanfall war ansteckend. Auf Youtube ist er in zahlreichen Videos verewigt und ich habe eines davon als Humorbeitrag vom Mai ausgesucht.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es Lachanfälle so an sich haben, dass sie ganz unverhofft kommen und wenn schon, dann im dümmsten Moment – vielfach sogar in eigentlich sehr ernsthaften Momenten. Einen davon hatte ich in der Schule, als der Lehrer in der Geschichtsstunde erzählte, dass man im Mittelalter als Strafe die Füsse mit Salz eingerieben und von Ziegen abgeleckt bekam. Für die damaligen Betroffenen war dies sicher schrecklich. Ich jedoch stellte mir im gleichen Moment vor, gekitzelt zu werden und bekam prompt einen Lachanfall, der nicht mehr aufhören wollte. Zur Beruhigung der Klasse hat mich der Lehrer damals für den Rest der Stunde vor die Türe gestellt.

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Flugschau und Love Ride

Vergangenen Sonntag war das Wetter nicht besonders einladend, um sich lange draussen aufzuhalten. Deshalb entschloss ich mich bereits am Vormittag, einige Zeit am PC zu verbringen und mein Flashvideo fertig zu stellen. Ich staunte nicht schlecht, als hinter dem gegenüberliegenden Haus wie aus dem Nichts zwei rote Jets in allernächster Nähe in den Himmel stiegen. Leider hatte ich den Fotoapparat nicht griffbereit.

Obwohl die PC-7-Fliegerstaffel später wieder über Effretikon flogen, kamen sie nie mehr so nahe wie beim ersten Mal. Hingegen war es interessant zu sehen, wie sich die Formationen von Mal zu Mal veränderten – von 1 bis 9 Jets. Erst jetzt fiel mir ein, dass die Flugschau zum Anlass des bereits traditionellen Love Ride geboten wurde. Dieses jährlich wiederkehrende Event findet jeweils am Nachmittag auf dem Flugplatz Dübendorf seinen Abschluss.

Ausflug der VPZS-Pensionierten April 2012

Pünktlich auf unseren Ausflugstag hin hat sich die Wetterphase mit nasskaltem Wetter verabschiedet. Am Ausflugsmorgen strahlte die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel. 9 TeilnehmerInnen und traditionsgemäss auch Hector trafen sich am Vormittag im Rest. Tomate in Effretikon zu Kaffee und Gipfeli. Die Vorfreude auf den von Fritz Höhener geführten und moderierten Tag war spürbar. Und noch grösser war die Neugier, in welchem Museum in Illnau wohl am Nachmittag eine Führung stattfinden würde. Die Idee dazu hatte Fritz, der jedoch sein Geheimnis bis zum Schluss nicht preisgab.

Mit der rund 1 1/2-stündigen Wanderung starteten wir im Zentrum von Effretikon. Schon kurz danach erreichten wir das in Zentrumsnähe gelegene Naturschutz- und Naherholungsgebiet Moosburg, wo leicht erhöht zwischen Bäumen noch die Grundmauern der Moosburg stehen – gemäss Fritz zurzeit der Kyburger der Alterssitz für die Gemahlin der jeweiligen Grafen von Kyburg.

Nur ein paar Schritte weiter waren wir schon wieder ganz in der Moderne: an der Bungertenstrasse als erstem Strassenzug in Effretikon mit LED-Strassenbeleuchtung; vorbei am Elektrikerausbildungszentrum (ELAZ), wo Lehrlinge ausgebildet werden und Elektriker aus der ganzen Deutschschweiz anhand von zukunftsorientierten Stromproduktionsanlagen und Labors an Weiterbildungskursen profitieren können. Kurz nach dem Feuerwehrgebäude erreichten wir bereits die “Grüne Zone” unserer Gemeinde, mit Blick auf die Sportanlagen sowie den Robinsonspielplatz und vorbei an einer idyllischen Schrebergartenanlage – immer Grendelbach-aufwärts Richtung Bisikon. Dort wurde das kleine Naturschwimmbad bestaunt, das von Bisiker Einwohnern gepflegt und vorallem auch von Einheimischen benutzt wird.

Jetzt war es nicht mehr weit bis zum Ursprung des Grendelbaches im Naturschutzgebiet Oermis mit seinen drei ganz naturbelassenen Weihern. Nach einem kurzen Aufstieg waren wir am Etappenziel in Oberillnau angelangt, wo im äusserst gastfreundlichen Rest. Hörnli ein köstliches Mittagessen auf uns wartete – und auch Rösli, welche ab jetzt bei unserem Ausflug dabei war. So waren wir bis nach dem Mittagessen doch eine stattliche Zehnergruppe, bevor sich Werner A. wegen eines auswärtigen Termins von uns verabschieden musste. Als angenehme Begleiterscheinung des Haltes in Oberillnau war das Zusammentreffen mit Franziska B. vom VSA, welche in direkter Nachbarschaft zum Hörnli wohnt.

Jetzt fehlte nur noch ein kurzer Marsch nach Unterillnau zu dem mit Spannung erwarteten Nachmittagsprogramm, zumal sich Fritz trotz wiederholtem Fragen bis zum Schluss in Schweigen gehüllt hatte. An der Kempttalstrasse vor einem Doppel-EFH wurde dann das Geheimnis gelüftet: Wir waren beim Museum “Whisky Spirit” von dem in Ulm geborenen und in Augsburg aufgewachsenen Hans Peter Salim angelangt. Nachdem er sich vom Alltag als erfolgreicher Gastronom (zuletzt im Rössli in Illnau) zurückgezogen hatte, begann er mit dem Auf- und Ausbau seines wohl einmaligen Museums. Auf mehreren Etagen werden dem Besucher über 1’800 ausgefallene und sehenswerte Collector’s Bottles, edle Single Malts, feine Blended Scotch Whiskies sowie Destillate aus Japan, Irland, Kanada und den USA vorgestellt. Darunter sind Raritäten und Sammlerstücke von teilweise nicht mehr existierenden Destillerien sowie Sonderabfüllungen in eindrücklichen Verpackungen zu finden. Mit viel Liebe und vermischt mit kostbaren Möbeln sowie Gemälden und Fotografien wird die Sammlung präsentiert, die H.P. Salim mit viel Herzblut aufgebaut hat. Seine Begeisterung für Edles ist in jeder Phase der Führung spürbar – das Museum ist Teil seiner Lebenserinnerungen.

Während des Besuches im Museum wurden uns Kostproben verschiedener Whiskysorten angeboten, selbstverständlich in Massen, weil ja gem. H.P. Salim sein Whisky nicht nur etwas Kostbares sondern auch Medizin ist. Und ganz am Schluss – in der Gartenanlage des Hauses – gabs noch feine Lachsbrötchen dazu. Mit einem letzten Slàinte-mhath (was gemäss Wikipedia auf schottisch beim Anstossen mit Whisky ”gute Gesundheit” heisst) wurde das letzte Gruppenfoto geknipst, bevor wir uns auf den Weg zum Bahnhof Illnau und von dort auf den Heimweg machten – mit hoffentlich guten Erinnerungen an einen gemütlichen Tag mit vielen neuen Eindrücken.

Aber was soll der langen Rede kurzer Sinn: Schaut euch doch einfach das nachfolgende Flashvideo zum Ausflugstag an, zu dem ich Hintergrundmusik von Youtube verwendet habe – zum ersten “Flower of Scotland” und zum zweiten – dem Thema des Nachmittags entsprechend - ein kurzes Stück aus “The Whisky Song”. 

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