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Schneckentempo statt Gratisflug

Seit dem starken Unwetter mit Hagelschlag vom letzten Wochenende weiss ich, dass nicht nur meine Gast-Katzen und diverse Vogelarten – s. auch meinen Elsternfilm im Blog-Eintrag vom 1. August 2011 – die Töpfe mit Katzentrockenfutter auf meinem Balkon besuchen.

Nach dem Unwetter lagen auch ausserhalb der Töpfe einzelne Körner herum. Ganz zufällig sah ich dann den neuen Gast: eine Nacktschnecke, wie man sie sonst am Grünfutter in den Gärten sieht und die dort alles andere als gern gesehen sind. Sie war zwischen zwei Körnchen gekrochen, eines mit Fisch- und das zweite mit Huhngeschmack. Fisch liess sie liegen, um sich umso genüsslicher mit dem Huhnkörnchen zu beschäftigen. Ich schaffte es, 1 Foto und 1 Kurzvideo davon zu machen, bevor der Speicher meiner Digitalkamera als voll gemeldet wurde.

Naja, ein paar Sekunden hatte ich festhalten können, wie das Körnchen kleiner wurde. Ich hatte eigentlich auch weder Zeit noch Lust, der Schnecke weiter zuzuschauen und beabsichtigte, sie später auf einen Gratisflug zurück auf die Wiese runter zu schicken. Ich staunte nicht schlecht, als ich nach einiger Zeit wieder einen Blick auf den Balkon warf: Nicht nur das Körnchen war verschwunden sondern auch die Schnecke, welche sich bereits an der Tragsäule des Balkons auf dem Heimweg Richtung Wiese befand. Anscheinend hatte sie ihr übrigens gar nicht so langsames Schneckentempo einem Gratisflug vorgezogen.

Nachdem es 4 Tage später nochmals stark hagelte, wiederholten sich kurz danach sowohl der Besuch wie auch der Ablauf. Da ich zuvor nie Schnecken auf meinem Balkon angetroffen hatte, hoffe ich, dass die Visiten mit dem Hagelwetter zusammenhängen: denn Schnecken möchte ich wirklich nicht als Dauergäste auf meinem Balkon und bei meinen Futtertöpfen! Sonst müsste ich zu anderen Gegenmitteln als nur zu Gratisflügen greifen.