Fast zu schön, um wahr zu sein
Stell dir vor, du müsstest einen Anlass organisieren. Ich bin sicher, dass bei einer solchen Gelegenheit Jede und Jeder das Beste geben will.
So erging es mir auch beim Vorbereiten des Familienanlasses vom letzten Wochenende. Erschwerend dabei war, dass ich den Ort des Treffens – Rapperswil-Jona – sehr gut kenne. So hatte ich tausend Ideen, was man so machen könnte. Mein Pult war voller Notizen und Ausdrucken aus dem Internet und in meinem Kopf herrschte irgendwann ein heilloses Durcheinander. Das war der Punkt, wo ich mir sagte, dass das Zusammensein oberste Priorität hat und dass unter diesen Umständen kein Platz für ein „Programm“ vorhanden ist. So gab es am vergangenen Samstag nur 2 Eckdaten: Ort und Zeit der Besammlung sowie der Hinweis, dass wir zum Nachtessen bei meiner Tochter/unserem Schwiegersohn und ihren Kindern eingeladen sind.
Ich hätte das vorher nie gedacht: Aber der minimal organisierte Tag war voller Zugaben – fast zu schön um wahr zu sein!
- Es war ein wunderschöner, warmer Sommertag – von mir nicht organisiert.
- Hochzeitsgesellschaft an Hochzeitsgesellschaft spazierte über den Hauptplatz zur Schlosskirche hinauf, fast wie eine Show – von mir nicht organisiert.
- Nach dem Spaziergang über den Holzsteg wurden wir in Hurden von einer schweizerisch-holländischen Hochzeitsgesellschaft spontan eingeladen, ebenfalls Ballone für das Brautpaar steigen zu lassen – von mir nicht organisiert.
- Kaum wieder zurück in Rapperswil zeigte die Patrouille Suisse ihre eindrücklichen Kunststücke – von mir nicht organisiert.
- Nach dem feinen Nachtessen ging im Osten der Vollmond auf, obwohl die Sonne im Westen noch gar nicht untergegangen war – von mir nicht organisiert.
- Und letztendlich bildete das Feuerwerk in Lachen den krönenden Abschluss – von mir ebenfalls nicht organisiert.


